Die große Mehrheit der europäischen Romabevölkerung lebt in Südosteuropa. Während der sozialistischen Phase hatten viele Roma Möglichkeiten zur Qualifizierung, zum sozialen Aufstieg. Es entwickelten sich Roma-Eliten mit hoher Qualifikation.
Durch die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen seit den 1990er Jahren hat sich die Situation der Roma zunehmend verschlechtert. Massenentlassungen in der Industrie, Kapitalisierung der Landwirtschaft haben zur Verarmung der Roma beigetragen. Eine Landflucht in die Städte führte zu übervölkerten und schlecht ausgestatteten Romasiedlungen, die Ghetto-Charakter haben. Schulen sind vernachlässigt, Analphabetentum nimmt rapide zu. Arbeitslosigkeit und Verelendung tragen zu sozialen Problemen wie fehlender Bildung, erhöhte Kriminalitätsrate, Alkoholismus und Drogenmissbrauch bei.
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