Oft stehen Mädchen und Jungen in unseren Projektregionen beim Heranwachsen vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen. ADRA möchte generell Kinder dabei unterstützen, sich zu Erwachsenen zu entwickeln, die verantwortungsvoll und gut ausgebildet ihr Leben meistern können. Da Mädchen in der Gesellschaft oft benachteiligt sind, gehört der Ausbildung und dem Schutz von Mädchen unser besonderes Augenmerk.
In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern besuchen viel weniger Mädchen als Jungen die Schule. Dürfen sie in die Schule gehen, brechen sie sie meist zu früh ab. Im Durchschnitt heiraten Mädchen in vielen Ländern mit 14 Jahren. Mädchen müssen sehr früh in der Familie mitarbeiten. Die Sterblichkeitsrate von Frauen ist, z. B. durch Komplikationen während der Schwangerschaft, auch heute noch sehr hoch.

In unserer Projektregion in Indien zum Beispiel erhält eine Schwangere in den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten nur noch maximal eine Mahlzeit pro Tag, damit das Ungeborene möglichst klein ist und sie eine leichte Geburt hat. Viele Frauen überstehen die Geburt nicht, weil sie so geschwächt sind. Ihr Kind hat Entwicklungsstörungen durch die Mangelversorgung während der Schwangerschaft.
Frauenhandel ist kein Problem, das weit von uns entfernt die jungen Frauen bedroht. Gerade in Osteuropa und Russland werden vielen Mädchen verlockende Jobangebote in Westeuropa gemacht. Häufig finden sich die Mädchen dann getäuscht in der Prostitution wieder und können ihr kaum entfliehen. So gehört auch Aufklärung und Prävention an Schulen zu den Anliegen, für die wir uns als ADRA Österreich einsetzen.
Mädchenbeschneidungen sind auch heute noch in 28 Ländern Afrikas Realität. Hier werden meist ohne ärztliche Hilfe die weiblichen Geschlechtsorgane teilweise oder komplett entfernt. Das Trauma der unvorstellbaren Schmerzen und die physischen wie psychischen Folgen kann sich kaum einer unter uns vorstellen. Die Gründe sind vielfältig, variieren von religiösen Motiven, falschen medizinischen Vorstellungen und ästhetischen Gründen bis zur Unterdrückung der Frau. Das ADRA Netzwerk setzt sich im Rahmen seiner Projekte in Afrika auch mit diesem Thema auseinander und führt Aufklärungsarbeit durch.
Obwohl sie es sind, die ihre Familien versorgen, haben Frauen oft nur eine sehr untergeordnete Stimme in der Gesellschaft. Unsere Ausbildungsprogramme sollen Frauen helfen, sich Gehör zu verschaffen, durch ein besseres Einkommen ihre Familien unterstützen zu können. Die Entwicklung eines Dorfes schreitet oft am raschesten über die Frauen voran.
Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass die Benachteiligung der Frau in unseren Projektländern Schritt für Schritt abgebaut wird. Möchten Sie mehr über unsere Projekte wissen? Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten oder schicken Sie uns eine Nachricht!
„Die Weltbevölkerung umfaßt zwei Gruppen von Menschen. Eine Mehrheit von 49 Prozent Männern und eine Minderheit von 51 Prozent Frauen.“
Leif Johansson
"Gewalt gegen Frauen beinhaltet physischen, sexuellen und emotionalen Missbrauch von Frauen und Mädchen - an vielen Orten auf der Welt!"
"Weltweit wird eine von drei Frauen im Laufe ihres Lebens geschlagen, vergewaltigt oder sonst missbraucht."
ist eine weltweite Aufklärungskampagne, um das Bewusstsein zu wecken, für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen einzutreten.
Diese Kampagne, die sich über mehr als 200 Länder erstreckt, wurde im Oktober 2009 in Zusammenarbeit zwischen der Adventist Development and Relief Agency (ADRA) und der Abteilung Frauen der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gestartet.