In jedem Land der Welt finden wir Minderheiten - Menschen ethnischer Zugehörigkeit, die von anderen ausgegrenzt werden. Teilweise sind sie Zugewanderte, teilweise liegt die Heimat ihres Volksstammes zwischen zwei Nationen - und keine der beiden erkennt sie an.
So erhalten viele von ihnen keine Identitätspapiere, können die Schule nicht besuchen, offiziell kein Land besitzen. Oft sind sie arbeitslos, die Kinder haben keine Perspektive.Viele Angehörige von Minderheiten werden sowohl aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit als auch ihrer sozialen/wirtschaftlichen Situation marginalisiert.
ADRA nimmt sich der Belange von Minderheiten an. Ziel ist es, die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Ausgegrenzten zu verbessern.

In Indien hat ADRA über Jahre Brunnen in Dörfern der Afro-Indischen Minderheit gebaut. Erste-Hilfe-Trainings in den Dörfern und Schulen haben zur Gesundheit der Familien beigetragen.
ADRA Österreich engagiert sich seit 1999 für Roma in Osteuropa. So wurden in der Romasiedlung Istok in Kjustendil/Bulgarien ein medizinisches Zentrum aufgebaut, Familien betreut, Wohnraum geschaffen. Auch Schulen und Krankenhäuser der Stadt Kjustendil wurden unterstützt.
2011 hat ADRA Österreich mit Förderung der Stadt Wien ein Ausbildungsprojekt für Roma in Zarnesti, Rumänien begonnen. Dieses hat zum Ziel, die Familien durch Berufsausbildung und Einkommensgenerierung in die Gesellschaft zu integrieren.
Auf den nachfolgenden Seiten können Sie entdecken, wie ADRA Österreich Minderheiten in ganz verschiedenen Bereichen unterstützt. Selbstverständlich freuen wir uns sehr über eine Spende oder eine Nachricht von Ihnen.
Die große Mehrheit der europäischen Romabevölkerung lebt in Südosteuropa. Während der sozialistischen Phase hatten viele Roma Möglichkeiten zur Qualifizierung, zum sozialen Aufstieg. Es entwickelten sich Roma-Eliten mit hoher Qualifikation.
Durch die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen seit den 1990er Jahren hat sich die Situation der Roma zunehmend verschlechtert. Massenentlassungen in der Industrie, Kapitalisierung der Landwirtschaft haben zur Verarmung der Roma beigetragen. Eine Landflucht in die Städte führte zu übervölkerten und schlecht ausgestatteten Romasiedlungen, die Ghetto-Charakter haben. Schulen sind vernachlässigt, Analphabetentum nimmt rapide zu. Arbeitslosigkeit und Verelendung tragen zu sozialen Problemen wie fehlender Bildung, erhöhte Kriminalitätsrate, Alkoholismus und Drogenmissbrauch bei.
Informationen: wikipedia.de