Haiti - Die Hilfe von ADRA konzentriert sich auf die Vertriebenen

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21.01.2010 Seit dem verheerenden Erdbeben ist bereits mehr als eine Woche vergangen und die Situation auf Haiti ist noch immer chaotisch. Auch wenn die internationale Hilfe vor Ort angekommen ist und gestartet hat, sind die Bedürfnisse und die Erwartungen der Überlebenden enorm. Nach dem starken gestrigen Nachbeben ist die Angst der Bevölkerung Haitis noch gestiegen. Tausende Überlebende erhalten von ADRA Nothilfe, wie das Bereitstellen von Trinkwasser, die Verteilung von Lebensmittel und Versorgung der Verwundeten.

“Es ist noch immer nicht sicher nach Hause zu gehen. Ich denke nicht, dass es je sicher sein wird“, sagte der 26-jährige Michel, ein Mann unter etwa 25‘000 intern Vertriebenen, die in einer Notunterkunft auf dem Campus der Haitianischen adventistischen Universität und dem Adventistischen Spital von Haiti in Carrefour, in der Nähe von Port-au-Prince, untergebracht ist. Auf demselben Grundstück hat ADRA eine Kommandozentrale eingerichtet.

„Tausende von Menschen bleiben weiterhin in den provisorischen Lagern, wo aber die Lebensmittel- und sanitäre Lage prekär ist”, sagte Richard Jaqua, der in Haiti die ADRA-Nothilfe koordiniert.

Am 18. Januar verteilte ADRA an mehreren Standorten in Port-au-Prince fast 13’000 Rationen von Keksen mit einem hohen Nährwert, die vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen gespendet wurden, an Vertriebene auf dem Campus. Jede Ration enthält genug Essen für eine Person fünf Tage lang. Das Verteilen von Nahrungsmittel ist entscheidend, da die Vorräte in den Lebensmittelläden knapp und sehr teuer geworden sind, berichtet Jaqua.

Andere primäre Anliegen von ADRA sind die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und medizinische Unterstützung für die Vertriebenen.

ADRA arbeitet mit einem kanadischen Team von GlobalMedic zusammen und hat bereits ein Wasserverteilzentrum errichtet für die etwa 25’000 Vertriebenen auf dem Universitätscampus und drei weitere Wasserstellen in der Region erstellt. Dies wird die Kapazitäten der Wasserversorgung erheblich verbessern.

Aufgrund begrenzter Energiequellen und Batterieversorgung, mussten die ADRA-Mitarbeiter andere Mittel finden um genügend Energie für die Wassersysteme zu erhalten. In einigen Fällen wurden gemäss einem Mitarbeiter Motorräder als Energiequelle genutzt.

ADRA plant weitere 20 Wasserstellen in der Region, die von der United States Agency for International Development (USAID) bereitgestellt werden. Schon Tausende haben Wasserreinigungstabletten erhalten. Jede Tablette kann einen Liter Wasser in 20 Minuten reinigen.

Zusätzlich sollen durch den Bau von 60 Latrinen die sanitären Einrichtungen die Situation der Tausenden von Vertriebenen verbessern.

ADRA wird eine Lieferung von 500kg medizinischer Versorgung (erhalten von International Aid) und medizinische Hilfsgüter im Wert von 15’000 US-Dollar (gespendet von Heart to Heart International) verteilen. Andere Partner, wie Food for the Poor (Hilfe bei Verteilung von medizinischer und Lebensmittel Versorgung), Johanniter International (eine Non-Profit Organisation, die medizinische Güter für Spitäler liefert), die kolumbianische Rettungs- und Hilfsorganisation GARSA in Zusammenarbeit mit ADRA Kolumbien, International Relief and Development (IRD) und Spender in Puerto Rico.

Um die Geschwindigkeit und den Fluss bei den Hilfsmassnahmen noch zu verbessern, bietet ADRA Schulungen für die Freiwilligen in der Verteilung an. Die Beschaffung zusätzlicher Nahrungsmittel und medizinischer Güter ist im Gange.
Beigetragen zu den $572,000 für die allererste Nothilfeaktivitäten durch das ADRA Netzwerk haben ADRA International, ADRA Neuseeland, ADRA Tschechien, ADRA England, ADRA Australien, ADRA China, ADRA Dänemark, ADRA Schweiz, ADRA Norwegen, ADRA Canada, ADRA Irland, ADRA Portugal, ADRA Schweden, ADRA Niederlande, ADRA Österreich und ADRA Japan.
 

Mehr Informationen zu diesem Projekt gibt es [auf der Projektseite].

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