Dank eurer Spenden konnte ADRA Österreich sehr rasch und zielsicher schutzbedürftigen Familien in den ärmsten Regionen der Welt wie Gambia oder Simbabwe helfen. Heute wollen wir euch berichten was die ADRA Corona Hilfspakete in Gambia bewirkt haben.

Eine der Gemeinden, die von euch Hilfe erhalten haben, ist Kampasa. Kampasa ist eines der vielen Dörfer in Gambia, die an den südlichen Teil des Senegals, Casamance, grenzen. Viele der Bewohner dieser Gemeinde arbeiten im Senegal. Derzeit hat Senegal über 1.000 gemeldete COVID-19 Fälle. Dies bedeutet, dass die Menschen in Kampasa wie in anderen Grenzdörfern einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Insgesamt wurden in Gambia 310 Familien mit Lebensmittelrationen (Reis, Salz, Zucker, Bohnen, Speiseöl) unterstützt. Da viele Menschen in Gambia keinen Zugang zu fließendem oder sauberem Wasser haben, wurden an 50 öffentlich zugänglichen Orten, wie Markt, Polizeistation und Parkplätze Hygienekits bereitgestellt. Zu diesen Kits gehören mobile „Handwaschstationen“, so genannte „Veronica Buckets“, Seife, Händedesinfektionsmittel und Desinfektionsmittel. Diese sollen zumindest ein Minimum an Hygienestandards ermöglichen. 

Hier seht ihr, wie so eine mobile Handwaschstation von ADRA aussieht:

ADRAs mobile Handwaschstation „Veronica Buckets“ in. Gambia

Darüber hinaus wurden die unterstützen Dörfer auch für COVID-19 und seine vorbeugenden Maßnahmen sensibilisiert.

Während unserer Verteilung begegneten wir der Witwe Mariama. Sie ist 67 Jahre alt und hat 9 Kinder und 5 Enkelkinder in ihrer Obhut. Sie ist eine Erdnussbäuerin, aber während der Trockenzeit, in der wir uns gerade befinden, arbeitet Mariama in ihrem Gemüsegarten. Sie hat, wie andere Bewohner von Kampasa, ihr kleines Stück Land, das sie von ihrem verstorbenen Ehemann geerbt hat, in Casamance. Dies bedeutet, dass sie in normalen Zeiten morgens aufwacht, zu ihren Gemüsegarten im Senegal geht und abends nach der Arbeit nach Gambia zurückkehrt.

Laut Mariama hat es seit der Schließung der Grenzen vermehrt Grenzpatrouillen in Grenzdörfern gegeben. Das bedeutet, dass Kleinbauern wie sie nicht zu ihren Gärten oder ihren Feldern in Casamance gehen können. „Es ist sehr traurig und das hat meiner Familie so viel Leid gebracht. Ich habe mein Ackerland auf die diesjährige Landwirtschaftssaison vorbereitet, die im Juni beginnt. Jetzt wurde alles gestoppt. Meine Kinder sind wegen des Corona-Verbots jetzt nicht mehr zur Schule gegangen. Als sie zur Schule gingen, profitierten sie vom Schulspeisungsprojekt, was für mich eine große Erleichterung war. Das hat mir wirklich geholfen. Jetzt, wo sie zu Hause sind, ist unser täglicher Reiskonsum gestiegen. Jetzt, wo ich kein Einkommen mehr habe, war es für mich schwierig, meine Familie zu ernähren. “

Miriama mit eurer ADRA Hilfsration

Nachdem Mariama von ADRA ihre Hilfsration bestehend aus 50 kg Reis, 15 kg Bohnen, 2 kg Zucker, 5 Liter Öl, 1 kg Salz und 10 Stück Seife erhalten hatte (die voraussichtlich für mindestens 30 Tage reichen wird), fuhr sie fort: „Ich bin sehr dankbar für diese rechtzeitige Unterstützung. ADRA hat meine Familie wirklich gerettet. Vielen Dank an alle, die gegeben haben, damit wir etwas zu essen haben. “

Danke, dass auch Du durch Deine Spende Leben gerettet hast.

Lebensretter-Sets für Familien in Gambia und anderen Regionen der Welt könnt ihr im ADRA Geschenkkatalog online bestellen.