Silver Spring, Md.,USA & Wien, Österreich. – Dieses Jahr zum Weltflüchtlingstag gibt es über 60 Millionen Menschen rund um die Welt, die intern vertrieben sind, um Asyl ansuchen, oder als Flüchtlinge in anderen Ländern leben. Die Vereinten Nationen haben die Syrienkrise, die rund die Hälfte der Landesbevölkerung vertrieben hat, als größte humanitäre Notlage unserer Zeit beschrieben.

Als internationale humanitäre Organisation hat ADRA eine lange Geschichte, Menschen zu helfen, die vor Konflikt oder Verfolgung geflüchtet sind. Allein zwischen 2010 und 2015 hat ADRA rund 5 Millionen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen geholfen. Zurzeit assistieren wir Flüchtlingen, Asylwerbern, Binnenvertriebenen und Rückkehrern in Asien, Afrika, dem Mittleren Osten und Nord-/Südamerika. ADRA hilft Betroffenen des Syrienkonflikts innerhalb von Syrien und arbeitet mit Flüchtlingen und Asylsuchenden im Libanon, in Griechenland und anderen Teilen Europas.

Angesichts dieser beispiellosen humanitären Krise ruft ADRA anlässlich des Weltflüchtlingstags zur Tat auf.

Wir rufen die INTERNATIONALE GEMEINSCHAFT auf, möglichst schnell eine humane Lösung zu finden, die in Griechenland und anderen Teilen der Welt gestrandeten Flüchtlinge umzusiedeln. Wir rufen die Internationale Gemeinschaft auch dazu auf, die Umstände zu adressieren, die Menschen zu Flüchtlingen werden lassen. Wir rufen die Internationale Gemeinschaft dazu auf, der Syrischen Regierung zu helfen, eine friedliche Lösung des Syrienkonflikts zu finden, die Konflikte und Menschenrechtsbedenken in anderen Ländern zu adressieren, die Menschen auf die Flucht treiben.

Wir rufen POLITIKER auf, fest zu ihren Überzeugungen zu stehen, sich nicht durch Populismus beeinflussen zu lassen. Was richtig und was falsch ist ändert sich nicht. Menschenwürde und Menschenrechte bleiben die gleichen, egal wie die Umstände und Wirtschaft sich ändern.

Wir rufen die MEDIEN auf, verantwortlich über die Flüchtlingskrise und damit verknüpfte Geschehnisse zu berichten. Wir rufen sie auf, ein ausgewogenes, faires Bild der Geschehnisse zu präsentieren und nicht die Ängste und Vorurteile der Menschen zu schüren.

Wir rufen KIRCHENGEMEINDEN auf, in euren Gemeinden darüber zu sprechen, wie die Christliche Antwort auf diese Geschehnisse aussehen sollte und wie wir Jesu Beispiel auch in schwierigen Zeiten folgen können. Adventgemeinden in Europa haben gemeinsam mit ADRA Projekte umgesetzt, um Flüchtlinge in ihrem Umfeld zu unterstützen. Wir fordern Kirchengemeinden heraus, zu überlegen, ob sie eine Rolle zu spielen haben, um den Millionen vertriebenen Menschen auf der ganzen Welt und in unseren eigenen Städten die Hand zu reichen.

Wir rufen JEDEN EINZELNEN auf, sich nicht von Egoismus, Furcht oder Vorurteil leiten zu lassen. Wir drängen auf eine Antwort auf diese Krise, die motiviert ist von Intelligenz, Mitgefühl und Anerkennung unser Menschlichkeit und Menschenrechte. Wir glauben, dass jeder Mensch die Macht hat, in seinem Umfeld positiven Einfluss auszuüben und dass jeder etwas tun kann, um Flüchtlingen zu helfen, auch wenn es nur ein Gebet ist oder darum geht, sich ein ausgewogenes Bild der Situation zu machen.

Um mehr über ADRAs Arbeit weltweit mit Flüchtlingen zu erfahren, und um die Geschichten einiger Flüchtlinge zu lesen, die wir getroffen haben, besuchen Sie ADRA.org/refugees. Um mehr zu lernen, was Sie tun können, um Flüchtlingen zu helfen, unterzeichnen Sie doch unser Versprechen. Um Informationsmaterial für Ihre Kirchengemeinde herunterzuladen, dass Sie verwenden können, um einen Gottesdienst ganz dem Thema Flüchtlinge zu widmen, besuchen Sie

https://www.adventist.org/en/information/special-days/refugees/.

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ADRA

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. ADRA unterhält weltweit ein Netzwerk mit 126 regionalen und nationalen Landesbüros und gewährt Hilfe unabhängig von ethnischer Herkunft, des Geschlechtes, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.