Liebe ADRA Familie,

wenn Experten in den Nachrichten über unseren Zugang zu Lebensmitteln während dieser globalen Krise sprechen, dann verwenden sie den Begriff “Lieferkette”. Der Begriff wird oft verwendet, wenn es um die Knappheit von Lebensmitteln in einem Supermarkt geht, und er wird auch verwendet, um denjenigen Sicherheit zu geben, die befürchten, dass es nicht mehr genug zu essen gibt.

Die Lieferketten bei uns sind stark. Während es für uns ein sehr irritierender Anblick war, durch die Gänge im Supermarkt zu gehen und leere Regale zu sehen, bedeutet dies nicht, dass es nichts zu essen gibt. Es bedeutet nur, dass es eine kurze Unterbrechung ging bzw. Regale nicht schnell genug aufgefüllt werden konnten, als sehr viel auf einmal gekauft wurde. 

Diese Menschen auf dem Foto wissen, was es bedeutet, nichts zu essen zu haben. Sie leben in Simbabwe, in einer Region, die in den letzten Jahren regelmäßig von einer Hungersnot getroffen wurde, weil es zu wenig geregnet hat. Saison nach Saison blieb der Regen aus, den sie für den Getreide- und Gemüseanbau brauchen. 

Bei uns mag es mal kurzfristig zu wenig Pasta, Toilettenpapier oder Pizzateig geben. Aber für diese Familien haben über Jahre Hunger erlebt. 

Dank eurer Spenden haben die Familien verbesserte Anbaumethoden gelernt und bauen nun in großen Gemeinschaftsgärten Gemüse an. Sie haben gelernt, biologisch zu düngen, zu kompostieren, und vor ein paar Wochen haben wir begonnen, sie bei der Installation einer Tröpfchenbewässerung zu unterstützen. Diese kann ihre Ernte verdoppeln bis verdreifachen. 

Schaut euch dieses Bild an – die Projektteilnehmer waren absolut begeistert wie riesig die Kürbisse waren im Vergleich zu früher, als sie mit traditionellen Methoden anbauten. Kürbisse werden nach Gewicht verkauft, das bedeutet ein gutes Einkommen für die Familien!

Uns wird in Jesaja 58 zugesichert: “Und der HERR wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.” 

Lasst uns auch in dieser Zeit von Angst und Ungewissheit Gott danken. Obwohl wir nicht wissen, was die Zukunft bringt, wissen wir, dass er sie in den Händen hält. 

Gott segne euch alle.