Nach dem Erdbeben in Kroatien hilft ADRA betroffenen Familien mit warmen Mahlzeiten, Hilfsgütern, der Reparatur von Hausdächern und psychosozialer Betreuung. Hier möchten wir Euch ein Update geben. 

Am 28. & 29. Dezember 2020 gab es ein starkes Erdbeben in Sisak-Moslavina (Kroatien). Das Beben hatte eine Stärke von bis 6,4 auf der Richterskala. Das Epizentrum des Erdbebens war nahe der Stadt Pertinja, welche 46 km von der Hauptstadt Zagreb entfernt liegt. Das Beben war in ganz Kroatien und in den meisten europäischen Nachbarländern wie Ungarn, Slowenien, Bosnien und Italien zu spüren. Es gab 24 Nachbeben, die den Menschen Angst machten, in ihre Häuser zurückzukehren.

8 Menschen starben und 36 Personen wurden verletzt. In Summe sind rund 64.000 Menschen vom Erdbeben betroffen. 18.000 benötigen ein neues Zuhause.

Wie hast Du mit Deinen Spenden bislang Betroffenen geholfen?

Dank Spendern wie Dir, konnte ADRA bereits 2 Tage nach dem Beben mit der Hilfe vor Ort starten. In den ersten zwei Wochen hat ADRA Betroffene mit Nahrung, Bekleidung, Decken und Dingen des täglichen Bedarfs versorgt. Die betroffenen Haushalte wurden mit ihren Bedürfnissen in einem IT-Ticketing-System erfasst. Dieses System erlaubt es, spezifische Hilfspakete und Hilfsleistungen je nach Nöten der Familien zusammenzustellen und auch die Hilfe verschiedener Hilfsorganisationen zu koordinieren. Zusätzlich wurde ein Call-Center für die psychosoziale Betreuung der betroffenen Menschen eingerichtet. Viele Menschen leiden seit dem Erdbeben unter Angst und Stress.

Nachdem die dringendsten Bedürfnisse abgedeckt waren, wurde begonnen, Gebäude zu reparieren und Ersatz-Unterkünfte wie Wohncontainer zur Verfügung zu stellen.  Von einem österreichischen Unternehmen hat ADRA fabrikneue Decken und Matratzen im Wert von über 30.000, – EUR erhalten. 

In der am stärksten getroffenen Region sind 43% der Bevölkerung über 60 Jahre alt. Es ist eine der ärmsten Regionen in Kroatien und oft leben die Menschen in abgelegenen und schwer oder nur mit Geländefahrzeugen zugänglichen Einzellagen auf dem Land.

Erdbebenopfer erhält Wohncontainer von ADRA.

Oma Mira zieht in den ADRA Wohncontainer und hat wieder Hoffnung!

Eine Person, die dank Euch Hilfe erfahren hat, ist Oma Mira. Mira ist eine bescheidene, über 70 Jahre alte Frau mit einer kleinen Rente. In ihrem Garten baut sie Gemüse an, um besser über die Runden zu kommen.  Miras Haus wurde als „nicht sicher bewohnbar“ eingestuft. Aus diesem Grund zog sie in die nahezu unbeschädigte Garage, wo sie mit Hilfe von Nachbarn und Freiwilligen eine kurzfristige Behelfsunterkunft einrichten konnte.  Aus Angst vor weiteren Erdbeben schläft sie sehr schlecht.

ADRA stellt nach dem Erdbeben Wohncontainer zur Verfügung.

Vor einigen Tagen wurde ihr vom ADRA Team ein Wohncontainer gebracht. Sie wird in ihn umziehen, sobald Toilette und der Strom angeschlossen sind. Das ADRA-Team brachte ihr Essen, einen Herd und ein Bett. Sie zeigte uns die Risse im Haus und das große Loch im Dach, durch das der Regen fließt.

Das Erdbeben in Kroatien hat viele Häuser und Dächer beschädigt.

Sie freut sich über den Besuch des ADRA-Teams und sagt: „Vielen Dank für diese große Unterstützung. Eure Besuche beruhigen mich und helfen mir, diese Krise leichter zu überstehen!“ Unser ADRA Team vor Ort hat mit Mira bereits einen Termin für die Dachreparaturen vereinbart. Um den gesamten Schaden bei Mira und anderen betroffen Menschen aus dieser Region zu reparieren, werden in den nächsten Monaten noch große finanzielle Mittel benötigt.

Bist Du bereit, unseren Nachbarn in Not in Kroatien in dieser schweren Zeit zu helfen? Mehr Informationen zur ADRA-Erdbebenhilfe für Kroatien und das Spendenkonto findet Du hier.