Als unsere Therapeutin Dilya (r.) den kleinen Ismoil kennenlernt, sind seine Muskeln zu keinerlei Bewegung imstande. Seit seiner Geburt lebt der Junge mit zerebraler Kinderlähmung. Ismoil kann nicht einmal seinen Kopf anheben, außerdem leidet er ununterbrochen an Schmerzen erzählt seine Mutter. Die Ärzte sagen Ismoil angesichts seiner Krankheit kein langes Leben voraus.

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Doch Ismoils Mutter lässt sich von dieser Diagnose nicht entmutigen und Ismoil startet kurz darauf seine Physiotherapie. Die ersten Einheiten verlaufen sehr schmerzhaft für den Jungen, aber Dilya fährt fort. Nach 5 Jahren beginnt die Mutter erste unerwartete Ergebnisse zu bemerken. Ismoil ist es plötzlich möglich seine Arme zu bewegen und seine Hand zu öffnen. Noch nie zuvor hatte seine Mutter so etwas bei ihm beobachtet. Völlig unerwartet, und nach nur 10 Tagen, ist Ismoil dazu imstande seinen Arm zu heben und man konnte langsame Bewegungen in seinen Beinen erkennen. Seine Mutter ist vollkommen überwältigt und schöpft große Hoffnung jetzt wo sie sieht, dass die Gesundheit ihres Sohnes mit der richtigen Behandlung solche Fortschritte machen kann.

ADRA Österreich unterstützt gemeinsam mit dem TGM in Tadschikistan ein Projekt, in dem Kinder mit zerebraler Kinderlähmung Physiotherapie erhalten. Während der Therapieeinheiten werden die Eltern mit ausgebildet, dass sie die Übungen und Massagen zu Hause eigenständig weiterführen können. Außerdem können die Eltern auch an Selbsthilfegruppen teilnehmen, die ihnen Mut machen und zeigen sollen, wie sie ihre Kinder bestmöglich betreuen können.

Für rund 100 Euro können Sie Projektpate für ein Kind sein und haben auf einfache Weise die Chance, das ganze weitere Leben des Kindes stark zum Positiven hin zu beeinflussen.

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Zerebrale Kinderlähmung ist eine Körperbehinderung, die durch einen frühen (infantilen) Hirnschaden verursacht ist. Die geschädigten Gehirnzentren und Nervenbahnen senden zu viele oder zu wenige Signale an die Muskeln. Die wiederum spannen sich zu sehr oder zu wenig an und die Bewegungen des Kindes sind beeinträchtigt. Es ist essentiell, das Kind schon in den ersten Lebensmonaten zu fördern: durch Physiotherapie, und später auch durch Ergo- und Logopädie.