Innerhalb des letzten Jahrzehnts haben die Menschen in Simbabwe eine Anzahl schwerer wirtschaftlicher, Umwelt- und politischer Schocks und Stress-Situationen erlebt. Armut, Nahrungsunsicherheit, Mangelernährung und Dürre oder Überschwemmungen sind ernste Herausforderungen in Simbabwe, besonders in ländlichen Regionen. Als Resultat der sinkenden Wirtschaft und minimaler Anstellungsmöglichkeiten sind Migration zu Arbeitszwecken und Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen ernste Kernprobleme geworden, dies besonders für junge Frauen. ADRA trägt zur Armutsbekämpfung unter Kleinbauern bei.

Das Projekt „Wirtschaftliche Stärkung von jungen Frauen und Männern in Simbabwe“ hat zum Ziel, zur Armutminderung und zu nachhaltigen Einkommensgrundlagen unter 2.540 Haushalten im Distrikt Zvishavane beizutragen. 

Dank euch und einer Unterstützung der Austrian Development Agency , konnte ADRA in den letzten 3 Jahren vielen Menschen in Simbabwe helfen, durch Kleinunternehmertum in der Land- und Viehwirtschaft ein eigenes Einkommen zu erzielen.  

Eine Familie, der ihr geholfen habt, ist die Familie von Sharon aus dem Bezirk Zvishavane. Sharon (26 J.) und ihr Ehemann Loverage (35 J.) haben drei Kinder (Charmaine 10 J., Philippa 8 J. und Fortunate 1 J.). Sie benötigen jeden Monat mindestens 35 EUR, um die grundlegendsten Bedürfnisse ihres Haushalts zu decken. 25 EUR verdienen sie durch Gelegenheitsjobs im Bergbau und mit Haareflechten. Die restlichen 10 EUR versuchen sie, durch den Verkauf von Gemüse zu erzielen. Dies gelingt ihnen aber nicht immer, da die Konkurrenz groß ist. Sharon und ihre Familie wurden für das ADRA-Projekt ausgewählt und erhielten 5 Hühner und einen Hahn, sowie eine Schulung, wie man Hühner hält. 

ADRA Schulung für Kleinbauern

Inzwischen konnten sie die Anzahl ihrer Hühner auf über 50 erhöhen. Einige Eier essen oder verkaufen sie, und weitere Eier lassen sie ausbrüten. Besonders lukrativ ist der Verkauf von befruchteten Eiern. Für 12 befruchtete Eier bekommen sie ca. 18 EUR. Von diesem Geld konnten sie die Schulgebühren von Philippa und Charmaine bezahlen. Ihre Töchter können somit regelmäßig die Schule besuchen und haben somit gute Chancen, einmal ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten und ein besseres Leben zu führen als ihre Eltern.  

Während der Covid-19 Ausgangssperren haben Sharon und ihr Mann begonnen, jeden Monat 4-5 Hühner um je 10 EUR zu verkaufen. Laut Sharon waren die Hühner ein großer Segen. So konnten sie trotz der Bewegungseinschränkungen durch Corona in einer schweren Zeit gut überleben. Inzwischen fragen auch andere Familien aus dem Dorf, wie sie die Hühnerzucht betreiben und wollen es ihnen gleichtun. Sharon teilt gerne ihr in den ADRA Schulungen erworbenes Wissen. Sie wird so zu einem guten Multiplikator, so dass immer mehr Familien ihren Lebensunterhalt durch die Hühnerzucht bestreiten können. Eure Spenden haben es möglich gemacht, dass nun viel Familien mit der Zucht von Hühnern, Ziegen oder Bienen vertraut sind und so ihre eigene kleine Farm aufbauen können. Die Erträge aus der Landwirtschaft ermöglichen es den Familien, ihren Lebensunterhalt zu decken, ihre Kinder in die Schule zu schicken, Arztrechnungen zu begleichen oder ein dichtes Dach für ihre Hütten zu kaufen. 

Mehr über dieses Projekt erfahrt ihr hier.

Die Geschichte von Mafios, dem Bienenzüchter, könnt ihr hier lesen.