Die Lebensgrundlage vieler Kleinbauern wurde durch Tropensturm Chalane im Dezember 2020 erneut zerstört.

Rita (19 J.), aus dem Bezirk Nhamatanda in Mosambik, lebt mit Ehemann Júlio (28 J.) und ihrer 6 Monate alten Tochter in einem Haus aus rotem Backstein. Dieses Haus wurde am frühen Morgen des 30.12.2020 durch den Tropensturm Chalane völlig verwüstet.  

So erlebte die Kleinbauernfamilie den Tropensturm

Die Familie von Rita musste in die nahegelegene Schule fliehen, die als Schutzraum zur Verfügung stand. Am Morgen des 31.12.2020 fanden unsere Kollegen von ADRA Mosambik Rita in dem zerstörten Haus. Sie sahen, wie sie versuchte, einige Kleidungsstücke, Töpfe und andere Haushaltsutensilien zu holen. Es gelang ihr nicht, Maismehl zu bergen, weil es im Sturm nass geworden war. 

junge Frau in Mosambik sucht in den Trümmern ihres Hauses nach Nahrung und Haushaltsartikeln.
Rita sucht nach Zyklon Chalane in den Trümmern ihres Hauses nach Haushaltsartikeln und Nahrung.

Rita beschreibt das schreckliche Ereignis wie folgt: „Aufgrund des IDAI-Ereignisses (im Vorjahr) wurden wir von den örtlichen Behörden einen Tag vor dem Eintreffen des Wirbelsturms Chalane informiert, einen sicheren Ort zu finden. Meine Familie hat nicht gezögert. Wir gingen alle dorthin. Wir dachten, der Sturm würde nicht bei uns landen, weil die ganze Nacht über nichts zu sehen war. Aber ab 3 Uhr morgens am 30.12.2020 wehte ein starker Wind. Dann begann es auch noch stark zu regnen. In der Schule waren wir sicher. Als der Sturm aufhörte, rannte mein Mann sofort nach Hause. Wir haben in dieser Nacht alles verloren, auch das Backsteinhaus. Das Dach war weggeflogen.  Unser Solarpanel wurde zerstört. Das Maismehl wurde nass.“

Die Schäden sind groß – die Nahrungsgrundlage ist zerstört.

Der Tropensturm beschädigte mindestens 1.874,8 Hektar Maisfelder. Auch Felder mit Bohnen wurden vorübergehend überflutet. Davon sind 2.065 Menschen (das entspricht 413 Haushalten) betroffen, die schon vorher zu den Ärmsten gehörten.

Die lokale Regierung unterstützt Familien mit Unterkünften und Nahrungsmitteln. Aber es gibt viel mehr Menschen, die Hilfe benötigen. Daher sind auch wir als Hilfsorganisationen gebeten worden, den Menschen, die alles verloren haben, zur Hilfe zu kommen. 

Unterstütze mit ADRA die langfristige Hilfe zur Selbsthilfe für Kleinbauern

Rita und ihre Familie wurden als Begünstigte für das ADRA Hilfsprojekt ausgewählt. Sie waren schon im März 2019 von den schweren Überschwemmungen betroffen, die Zyklon IDAI verursacht hatte. Kaum versuchten sie sich zu erholen, zog der Tropensturm Chalane Ende Dezember über das Land und verursachte weitere Schäden. 

Neben akuter Nothilfe in Form von Nahrungsmitteln und Material zum Wiederaufbau ihres Hauses soll ihre Familie auch über ADRA Österreichs neues Projekt langfristige Unterstützung erhalten: Das Projekt hat zum Jahresanfang mit Kofinanzierung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) gestartet und bietet an: 

  • Schulungen für Kleinbauern in konservierender Bodenbearbeitung, 
  • Bewässerung in Trockenzeiten, 
  • Nacherntemanagement,
  • Familien sollen mit neuem Saatgut ausgestattet werden. 

Rita und Júlio sind zuversichtlich, dass sie sich mit dieser Unterstützung erholen und sich und das kleine Baby weiter versorgen können.   

Unterstütze Kleinbauern nach der Katastrophe mit deiner Spende

Wenn du Rita und Júlio und weitere Familien in ihrer Region unterstützen möchtest, freuen wir uns über deine Spende. Sie wird durch die Förderung der ADA zu mehr als doppelt so viel Hilfe – ist das nicht eine tolle Gelegenheit?