Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich unterstützt die internationale Unterschriftenkampagne mit dem Slogan „EVERY CHILD. EVERYWHERE. IN SCHOOL.“ Mit dieser Kampagne sollen weltweit bis Juni 2020 eine Million Unterschriften gesammelt werden. Sie sollen Staats- und Regierungschefs in allen Ländern dazu aufzurufen, jedem Kind das Recht auf Schulbildung zu ermöglichen und das unabhängig von Nationalität, Geschlecht, Religion oder Herkunft.

Noch immer wird weltweit etwa 262 Millionen Kindern und Jugendlichen das Recht auf Bildung verwehrt, wie eine Studie von UNESCO aus dem Jahr 2018 belegt. Das entspricht fast einem Fünftel aller Kinder unter 18 Jahren weltweit.


Die Gründe dafür sind vielfältig:

Unzureichende staatliche Bildungssysteme, hohe Armut, weit abgelegene Wohnorte, geistige oder körperliche Behinderungen, politische Unruhen und viele mehr.

„Es ist an der Zeit, dass wir der Bildung oberste Priorität einräumen, damit jedes Kind sein von Gott gegebenes Potential nutzen kann“, sagte Jonathan Duffy, Präsident von ADRA International. Gute Bildung ist ein Ausweg aus der Armut: Bildung verändert nicht nur das Leben eines einzelnen Kindes, sondern auch das Leben der gesamten Familie, des Umfeldes und künftiger Generationen. Wenn jedes Kind Bildung erhält, profitiert schlussendlich die gesamte Gesellschaft davon.

Nehmen Sie hier an der Unterschriftenkampagne teil.  (*)

Fakten

  • 1 von 5. Etwa eines von fünf Kindern auf dieser Welt kann keine Schule besuchen.[1]
  • 90 %: Etwa 90 Prozent aller Kinder mit Behinderung in Entwicklungsländern gehen nicht zur Schule.[2]
  • 5 x: Bei Flüchtlingskindern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie keine Schule besuchen, fünf Mal höher.[3]
  • 2 von 3: Mehr als zwei Drittel der Kinder, die keine Schule besuchen können, leben in dem Gebiet der Sub-Sahara Afrikas oder in Süd-Asien.[4]
  • 25 M: 25 Millionen Kinder im Grundschulalter haben noch nie eine Schule besucht – und werden es vermutlich auch nicht, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetzt.[5]

Bildung für Mädchen

Wenn alle Mädchen die Schule abschließen könnten, gäbe es 49 % weniger Todesfälle bei Kindern[6], 64 % weniger frühe Eheschließungen[7], und 59 % weniger Schwangerschaften bei Teenagern.[8]Dadurch würden sie bis zu 45 % mehr verdienen als Frauen, die keinerlei Bildung haben.[9]

Umfang der Kampagne

Die Kampagne „EVERY CHILD. EVERYWHERE. IN SCHOOL.“ (*) wird von der Hilfsorganisation ADRA und der Weltkirche der Siebenten-Tags-Adventisten lanciert. Sie wird von 130 ADRA Landesbüros und rund 470 Medienschaffenden der Weltkirche unterstützt.

Mit weltweit 21 Millionen Mitgliedern und dem weltweit größten protestantischen Schul- und Bildungssystem hat die Weltkirche der Siebenten-Tags-Adventisten nicht nur eine einzigartige Möglichkeit, sondern auch eine moralische und christliche Verpflichtung, jedem Kind Schulbildung und einen Schulabschluss zu ermöglichen –unabhängig von äußeren Umständen.

Über ADRA

Die Hilfsorganisation ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine weltweite Hilfsorganisation, die von der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet wurde. Als Internationales Netzwerk hilft ADRA Menschen in akuten Katastrophensituationen, aber auch in langfristigen, nachhaltigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. ADRA hilft Menschen in über 130 Ländern weltweit, egal welcher ethnischen Gruppe, Religion oder politischen Ausrichtung sie angehören.

ADRA Österreich hat ihren Sitz in Wien und ist international in Ländern tätig, welche häufig von Naturkatastrophen wie zum Beispiel Überschwemmungen oder Erdbeben betroffen sind. In Österreich besteht zudem auch ein soziales Engagement: In einigen Städten unterstützt ADRA Österreich über meist ehrenamtliche Helfer Menschen in Not, meistens durch Sach- und Zeitspenden.

Weitere Informationen zur Kampagne: www.inschool.at und www.inschool.adra.org

*Bitte beachten Sie, dass, wenn Sie auf den Link zur Petition klicken, Sie auf die englischsprachige Webseite von aDRA International  HTTPS://INSCHOOL.ADRA.ORG/, mit Sitz in den USA, gelangen. Die eingegebenen Daten werden von ADRA International zum Zweck der Durchführung der „Speak Up For Out-of-School Children“ Kampagne und Petition, zur Information der Teilnehmer über den Verlauf der Petition, sowie zum Nachweis der Teilnahme des Teilnehmers an der Petition verarbeitet. Die Daten des Teilnehmers werden auch an amerikanische politische Entscheidungsträger und andere Adressaten der Petition übermittelt. Dabei erfolgt die Übermittlung der eigenen Daten in ein sogenanntes Drittland außerhalb der Europäischen Union, das datenschutzrechtlich als unsicherer Drittstaat zu betrachten ist. Die Empfänger der Daten unterliegen nicht der DS-GVO. ADRA Österreich hat keinen Einfluss darauf, wie die Empfänger mit den Daten umgehen, ob und zu welchen Zwecken die Daten in den USA verarbeitet werden. 


[1]UNESCO Institute for Statistics, UIS/FS/2018/ED/48

[2]Global Partnership for Education ‘5 key numbers to know on Universal Children’s Day’

[3]United Nations High Commissioner for Refugees, ‘Missing Out: Refugee Education in Crisis’

[4]UNESCO Institute for Statistics, UIS/FS/2018/ED/48

[5]UNESCO, 2016 Global Monitoring Report

[6]UNESCO, “Education for All: Global Monitoring Report 2013/14”

[7]UNESCO, “Education for All: Global Monitoring Report 2013/14”

[8]UNESCO, “Education for All: Global Monitoring Report 2013/14”

[9]World Bank, ‘Missed Opportunities: The High Cost of Not Educating Girls’