Kirgisistan

Stärken Sie mit uns Gehörlose in Bischkek

Viele gehörlose Menschen in Kirgisistan leben von der Gesellschaft ausgegrenzt in Armut, haben keinen Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten. Gemeinsam mit ADRA können Sie Gehörlose in Bischkek unterstützen. Sie erhalten verbesserte Arbeitsmöglichkeiten und organisieren sich in einem Verband, der für ihre Rechte eintritt.

Menschen mit einer Behinderung leiden nicht zuletzt seit der Wirtschaftskrise zunehmend an Verarmung und befinden sich am Rande der Gesellschaft. Besonders betroffen sind die über 4.850 gehörlosen Menschen im Land, von denen über 40% in der Hauptstadt leben. Ihnen fehlt es an Arbeitsmöglichkeiten, Ausbildung und sozialer Unterstützung. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion bildete keine der öffentlichen Schulen mehr Übersetzer in Gebärdensprache aus. Viele Schulbücher für Gehörlose wurden seit Jahren nicht mehr aktualisiert. Es gibt kaum Möglichkeiten für weiterführende Bildung und Berufsausbildung. Daher müssen über 80% von ihnen „Handlangerjobs“ verrichten

Im Herbst 2018 hat ADRA Österreich gemeinsam mit ADRA Kirgisistan ein Projekt in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek gestartet. 96 Gehörlose sollen eine Ausbildung erhalten, die es ihnen ermöglicht, in den Arbeitsmarkt einzusteigen oder sich mit Hilfe eines Mikrokredits selbständig zu machen. Erste kleine Pilotunternehmen sollen im Rahmen des Projekts gegründet werden, die Gehörlosen Arbeitsmöglichkeiten bieten.

Das Team möchte die rund 1940 Gehörlosen in Bischkek in eine Hilfsorganisation und Lobbying-Gruppe für Gehörlose organisieren. Sie sollen einen Pool an Arbeitsmöglichkeiten führen und zum Beispiel vor der Regierung dafür eintreten, dass die Ausbildung von Dolmetschern in Gebärdensprache wieder aufgenommen wird und Gehörlose Zugang zu staatlichen Ausbildungsstellen wie Universitäten erhalten. Der Privatsektor soll für das Thema sensibilisiert werden und Vorurteile abgebaut werden, um Gehörlosen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern.