Obwohl Nepal reich an Flüssen ist, kann derzeit nur etwa 18% der Agrarfläche das ganze Jahr über bewässert werden. 50% der Haushalte besitzen weniger als einen halben Hektar Land und sind Klimaextremen gegenüber besonders verwundbar. Jeden Tag verlassen rund 1.500 junge Erwachsene (vor allem Männer) das Land, um im Ausland Arbeit zu finden und ihre Familien zu ernähren. Daher liegt die Last der Landwirtschaft vor allem auf den Frauen, die oft kaum Schulbildung haben oder Möglichkeiten, dass ihre Stimme gehört würde, wenn es um ihre Rechte geht.

In diesem Kontext haben das sich verändernde Wetter, fehlende Wasserquellen oder Überschwemmungen gravierende Auswirkungen auf das Leben und Überleben der Schwächsten in der Gesellschaft.

Die Bergkette „Chure“ südlich des Mount Everest ist besonders stark von Bodenerosion geprägt. Der Teraigürtel, das flache Tiefland südlich der Berge, ist das Gebiet, das hauptsächlich dem Lebensmittelanbau dient. Viele Flüsse tragen Wasser hinab ins Terai, aber sie sind während dem größten Teil

des Jahres ausgetrocknet. Dann gibt es aber wieder Sturzfluten in der Monsunsaison, die Land und Leben zerstören.

Durch das mitgetragene Gestein sedimentieren die Flussbetten, Ackerland versandet. Der Grundwasserspiegel sinkt und immer mehr Anbauflächen werden zu Wüste.

Immer öfter verlieren Kleinbauern ihre Ernte oder gar die Anbaufläche. Dies hat schwere Auswirkungen auf Einkommen, Gesundheit und Hygiene der Familien.

Ackerland zurückzugewinnen und zu schützen, Bewässerung und klimaintelligenter Anbau sowie das strategische Planen von Maßnahmen, die der Bevölkerung vor den Auswirkungen des Klimawandels helfen und sind die Eckpfeiler des Projekts. Diese Probleme gehen wir in den kommenden 3 1/2 Jahren gemeinsam mit eurer Hilfe und einer Förderung der Europäischen Union und der Austrian Development Agency an. In der ersten Märzwoche sind wir in Nepal Vor Ort und werden euch danach berichten.

Dieses Projekt schafft durch deine Unterstützung nachhaltige Einkommensmöglichkeiten für die Dorfbewohner und schützt die Umwelt.

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