Simbabwe

Einkommensförderung für junge Frauen und Männer

 

Simbabwe hat eine geschätzte Einwohnerzahl von 13,061 Millionen Menschen (Zensus 2012). Zwei Drittel der Bevölkerung sind jünger als 25 Jahre. Mindestens 70% der Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten und beziehen ihren Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft. Mindestens 72 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Grenze von USD 1,25/Tag in chronischer Armut und kämpft damit, die grundlegendsten Bedürfnisse abzudecken. Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat Simbabwe eine Anzahl schwerer wirtschaftlicher, Umwelt- und politischer Schocks und Stress-Situationen erlebt. Viele davon haben langfristige Auswirkungen.

Armut, Nahrungsunsicherheit, Mangelernährung und ein Verfall der Umwelt sind ernste Herausforderungen in Simbabwe, besonders in ländlichen Regionen. Sie werden auch weiterhin herausfordernd sein durch die Auswirkungen des Klimawandels. Als Resultat der sinkenden Wirtschaft und minimalen Anstellungsmöglichkeiten sind Migration zu Arbeitszwecken und Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen ernste Kernprobleme geworden, dies besonders für junge Frauen.

Das Projekt „Wirtschaftliche Stärkung von jungen Frauen und Männern in Simbabwe“ hat zum Ziel, zur Armutminderung und nachhaltigen Einkommensgrundlagen unter 2.540 Haushalten im Distrikt Zvishavane beizutragen.

So können Sie mit ADRA Armut und Arbeitslosigkeit bekämpfen:

  • Die Produktivität der Kleinbauern soll gesteigert werden für den Anbau hochwertiger Gemüsesorten, Getreide, Viehwirtschaft und Honig.
  • Durch Ausbildung und Vernetzung der Kleinbauern mit dem Privatsektor (Unternehmen) sollen sie Zugang zu Absatzmärkten für ihre Produkte bekommen.
  • Durch den Aufbau von Kleinunternehmen sollen nachhaltige und angemessene Arbeitsmöglichkeiten für junge Frauen und Männer geschaffen werden.

Hier ein Einblick in die Aktivitäten der kommenden 3 Jahre:

  • 11 Schulen werden gemeinsam mit den Eltern in Gemeinschaftsgärten Gemüse anbauen. Dieses Gemüse dient einer Mittagsmahlzeit für die Kinder, der Überschuss wird verkauft. Ebenso bauen Frauen in Gemeinschaftsgärten mit Bewässerungsmöglichkeiten Gemüse an.
  • 440 Familien erhalten Kleinvieh (220 Familien Ziegen, 220 Familien Hühner)
  • 100 Familien erhalten Unterstützung, mit Bienen Honigproduktion aufzubauen.
  • 20 Frauen und Männer werden dabei unterstützt, Kleinunternehmen entlang der Wertschöpfungskette aufzubauen und somit Arbeitsplätze zum Beispiel bei der Weiterverarbeitung und dem Verpacken des Gemüses für Supermärkte zu schaffen.