Simbabwe

EL NIÑO – Dürre in Afrika und ADRAs Hilfe in Simbabwe

Zu dieser Zeit des Jahres gibt es normalerweise nach der Ernte größere Vorräte an Mais. Im Sommer 2015 blieben jedoch die Regenfälle aus. Die Haushalte sind stark von andauernden Dürre betroffen und ihre Versorgung mit Nahrung ist nicht mehr gesichert.

Besonders akut sind jene betroffen, die als Kleinbauern für ihren eigenen Unterhalt anbauen. Viele kämpfen, jeden Tag ausreichend Essen zu haben. Der Preis für Lebensmittel auf dem Markt ist dramatisch angestiegen und mindestens 32 Millionen Menschen im südlichen Afrika haben keine gesicherte Lebensmittelversorgung mehr. ADRA hilft mit Nahrungsrationen.

Nahrungsrationen gegen den Hunger

Millionen von Menschen in Afrika sind bis mindestens Anfang 2017 hervorgerufen durch das Wetterphänomen El Niño von Lebensmittelhilfe abhängig. Man spricht von der schwersten Dürre im südlichen Afrika seit Beginn der Wetteraufzeichnung vor 100 Jahren.

Mit Ihrer Unterstützung möchten wir die Not der betroffenen Familien im Norden Simbabwes lindern. ADRA Simabwe liefert Nahrungsrationen an Haushalte in Kanyemba (Mashonaland Central Province).

Da so viele Menschen Nahrungsmittelhilfe benötigen, steigen die Raten derer, die unterernährt sind. ADRA unterstützt die verletzlichste Gruppe, die von Unterernährung betroffen ist: Kinder unter 5 und schwangere sowie stillende Mütter.

ADRA identifiziert in den Distrikten Mbire und Gokwe North Personen, die ernst und akut unterernährt sind und vermittelt sie zum nächsten medizinischen Zentrum zur Stabilisierung und therapeutischen Ernährung und versorgt sie mit monatlichen Rationen an Aufbaunahrung.

Saatgut und wassersparende Anbaumethoden für Kleinbauern

Die El Niño Dürre verstärkt die Risiken auch bei anderen Einkommensquellen. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftssektor, von dem viele abhängig sind. Mit steigenden Nahrungsmittelpreisen und versiegender Ernte, müssen Familien wohlmöglich Mahlzeiten auslassen oder Besitzgüter verkaufen. Um dieser Not entgegenzuwirken, verteilt ADRA Saatgut und Düngemittel und bildet Familien in Anbaumethoden aus, die sehr wenig Wasser brauchen.

Trinkwasser und Hygiene

Um das Risiko eines Ausbruchs von Krankheiten zu mindern, plant ADRA Simbabwe, Bohrlöcher für Schulen und Kliniken zu graben, Wasserkanister und -container zu verteilen sowie Mittel zur Wasseraufbereitung. Unterstützt wird diese Aktivität durch Ausbildung in Gesundheits- und Hygienefragen.

Widerstandsfähigkeit aufbauen

Niemand kann El Niño abhalten, das Wetter zu prägen. Aber man kann sich darauf vorbereiten und Menschen dabei helfen, dass sie vor den schlimmsten Auswirkungen geschützt sind. ADRA stärkt die Dorfgemeinschaften, wiederkehrende Schocks zu bewältigen. Wir informieren die Bevölkerung, wie sie sich vorbereiten und handeln kann. GesundheitsarbeiterInnen werden ausgebildet, Fälle von Unterernährung aufzudecken und rechtzeitig weiterzuleiten. Zusätzlich lernen die Mütter von Babys und Kleinkindern, wie sie ihre Kinder am besten ernähren. 9.000 Dorfbewohner werden ausgebildet, Symptome zu beobachten und den Ausbruch von Krankheiten zu erkennen, bevor diese sich weit verbreiten.

Anpassung an den Klimawandel und Frühwarnsysteme für Katastrophen

Dorfgemeinschaften, die von der Landwirtschaft leben, spüren die Auswirkungen des Klimawandels am stärksten. ADRA unterstützt ihre Ausbildung in klima-intelligenter Landwirtschaft. Nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken werden beworben, um Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel aufzubauen. Es werden Frühwarnsysteme innerhalb der Dorfgemeinschaften etabliert, damit diese frühe Wettertrends entdecken, die ihr Leben und ihre Einkommensgrundlage gefährden. ADRA Simbabwe arbeitet mit den Dörfern, um die Wahrscheinlichkeit einer Dürre vorherzusagen und Notpläne zu entwerfen. Die lokalen Entwicklungskomitees lernen über Klimawandel, Wettervorhersagen und wie man dementsprechende Planungen macht. Mobiltelefone werden eingesetzt, damit sie frühe Warnmeldungen zu Überschwemmungen, Dürren und dem Ausbruch von Krankheiten erhalten.