Simbabwe

Das Volk der Doma ist eine marginalisierte Gruppe, die rund um den Zambezi-River hauptsächlich immer noch vom Jagen und Sammeln leben. Ihr Lebensstil brach durch striktere Gesetze und Regelwerke rund um das Jagen von wilden Tieren zusammen, als ihr Lebensraum zu einem Reservat wurde. Die Notlage der Doma wird durch die momentane Dürre im Land, hervorgerufen von El Nino, verschlimmert.

Rund die Hälfte der Bohrlöcher im Bezirk funktionieren nicht. Daher müssen viele Familien 3-4km laufen, bis sie an sauberes Trinkwasser gelangen. Aus diesem Grund verwenden 85% der Menschen unbehandeltes Wasser aus dem Fluss. Es gibt sehr viele Menschen, die an Durchfall und Ruhr leiden.

Durch die Armut und die hohe Arbeitsauslastung zu Hause, besuchen Mädchen in der Regel nicht die Schule. Neben der fehlenden Schulbildung erhalten sie so auch keine angemessenen Kenntnisse über ihren erwachsen werdenden Körper und insbesondere die Menstruation. Die älteren Frauen in der Dorfgemeinschaft, von denen es erwartet wird, dieses Wissen an die jüngeren Frauen weiterzugeben, haben auch keine gute Ausbildung auf diesem Gebiet. Durch einen Mangel an Wissen und die Nicht-Verfügbarkeit von Hygienebinden, verwenden die Frauen und Mädchen unhygienisches Material wie Stofffetzen, unverarbeitete Baumwolle von den Feldern und Erde.

Mädchen, die die Schule besuchen, brechen den Schulbesuch meist ab, wenn ihre Menstruation einsetzt, da ihnen zum einen das Hygienematerial fehlt und es an der Schule keine angemessenen Toiletten und Hygieneinfrastruktur gibt. Hinzu kommt, dass den Familien oft das Geld für den Schulbesuch fehlt, die Distanz weit zu laufen ist und die Sicherheit ein Problem ist (Angst vor wilden Tieren).

Das Projekt plant, mit 800 direkt Begünstigten zu arbeiten, Jugendliche im Alter von 15-25 Jahren.

Haushalte erhalten Wasserkanister und Entkeimungsmittel für Trinkwasser. Filtermethoden werden vorgestellt. Schultoiletten und Waschbecken werden gebaut, auch als Modell, das von den Familien aufgegriffen werden kann.

Das Projekt stellt den Frauen und Mädchen ein erstes Set an Hygieneartikeln zur Verfügung, um deren Verwendung zu üben und selber wiederverwertbare Hygienebinden auch als Einkommensgrundlage zu nähen.

Um den jungen Erwachsenen Einkommensmöglichkeiten zu erschließen werden Sie in der Seifenproduktion und in der Herstellung von Erdnussbutter ausgebildet und erhalten Startsets mit den nötigen Materialien und Maschinen/Werkzeugen. Als weitere Einkommensquelle ist die Imkerei interessant. Die Jugendlichen werden darin ausgebildet und erhalten auch hier Bienenstöcke, Schutzanzüge, Wachs etc.

Damit die Aktivitäten nachhaltig weiterlaufen können, sollen sich die Jugendlichen in Dorf-Spar- und Kreditgruppen organisieren, gemeinsam sparen und sich gegenseitig Kleinkredite gewähren.