Anfang November haben wir Ihnen zuletzt von unserem Hilfsprojekt für Flüchtlinge in Uganda berichtet. In den letzten Wochen hat sich wieder einiges getan und wir möchten Ihnen berichten, was Dank Ihrer Hilfe inzwischen erreicht werden konnte.

Bepflanzung von Obstbäumen

In Summe wurden 1.568 Obstbäume und andere Setzlinge bei 128 Hilfeempfängern gepflanzt, davon 382 Papaya, 380 Mangos, 400 Avocados und 406 Tomaten. Bald haben die Flüchtlingsfamilien dank Ihrer Unterstützung mehr vitaminreiche und gesunde Nahrung zur Verfügung.

Familien- und Hausgärten

120 Familien haben Ausbildung im Gemüseanbau und Samen für das Anlegen von Hausgärten erhalten. Folgende Samen wurden gepflanzt: Zwiebelsamen, Auberginen, Amarant/Dodo-Samen, Collards / Sukumawiki-Samen (eine Kohlart) und Spinat. Darüber hinaus werden im Dezember 100 Familien Schafe erhalten. All das hat zum Ziel, dass die Ernährung der Familien über die Grundversorgung des Welternährungsprogramms hinaus verbessert wird und sie mit Überschüssen am Markt die Möglichkeit erhalten, ein kleines Einkommen zu verdienen.  

Energiesparöfen sparen Holz und fördern die Gesundheit der Familien

Kochen auf offenem Feuer braucht viel Holz und der Rauch in der Hütte lässt Frauen und kleine Kinder krank werden. 100 Haushalte erhalten dank Ihrer Hilfe Material und Anleitung zum Bau von Energiesparöfen aus Vulkangestein. Dank dieser neuen Technologie benötigen die Familien bis zu 70‘% weniger Holz und die Öfen verursachen fast keinen Rauch mehr beim Kochen. Eine lokale Fachperson schult dazu die ADRA Mitarbeiter und auch einzelne Familien, die dann ihr Wissen im Bau solcher Öfen an noch viel mehr Familien im Flüchtlingscamp weitergeben können.  

Ein Salzburger Wasserfilter hilft beim Aufbau eines Wasserkiosk-Geschäft

Ihre Spende ermöglicht es auch, dass eine Frauengruppe im Flüchtlingscamp einen innovativen Wasserfilter, den C-MEM der Firma SFC Umwelttechnik aus Salzburg erhalten hat. Dieser kommt sehr lange ohne teure Ersatzteile aus, ist sehr einfach zu reinigen und daher nachhaltig einsetzbar. Die jetzt schon sehr engagierten Frauen können so bald 10.000 Menschen mit frischen Wasser versorgen und mehrere Wasserkioske errichten, an denen sie sicheres, gefiltertes Trinkwasser für Flüchtlinge erschwinglich, und als zusätzliche Einkommensquelle auch selbst hergestellte Getränke verkaufen. So erhalten bedürftige Familien eine Arbeitsstelle. 

Die Frauengruppe wartet derzeit auf ihre Registrierung und Betriebsgenehmigung durch die Stadt. 

Die Gruppe besteht bereits seit 3 Jahren und verkauft Mandazi (süße Teigtaschen) auf verschiedenen Märkten. Die Gruppe sieht hierin eine großartige Geschäftsidee, da der Zugang zu sauberem Trinkwasser für viele Menschen in ihrer Region eine Herausforderung darstellt. Insbesondere Flüchtlingsfamilien können es sich nicht leisten, Trinkwasser in Flaschen zu kaufen. 

Wie geht es weiter?

Bis Jahresende soll das Projekt fertiggestellt werden. Es sind noch weitere Obstbäume zu pflanzen und die Schafe müssen auf die Familien verteilt werden, nachdem diese entsprechend geschult wurden. Wir halten Sie weiterhin über dieses Projekt auf dem laufenden.