In unserem letzten Blogbeitrag haben wir Dir von Arun erzählt und welche Hoffnungen Du ihm durch Deine Spende geschenkt hast, heute wollen wir Dir von Rajeshawi, der Mutter von Anita erzählen.

Rajeshwari, die Mutter von Anita, die unsere Schule besucht, sitzt vor ihrem Haus und putzt Fisch zum Abendessen. Neben ihr steht eine kleine Hütte, davor sitzt der Großvater.

Ihr üblicher Tag beginnt um 6 Uhr und sie arbeitet bis 14 Uhr, um Jasminblüten, wie viele in ihrem Dorf, auf den Feldern zu pflücken. Dann kocht, wäscht und putzt sie. Während sie arbeitet, geben ihre Arbeitgeber ihnen um 09:00 Uhr eine Pause, in der sie kurz frühstücken können. Weil sie so wenig verdient, hat sie sich vom Arbeitgeber 2-3000 Rupien (25-25 Euro) für familiäre Veranstaltungen wie Hochzeiten geliehen und zahlt sie dann zurück (sie wird erst für ihre Arbeit bezahlt, wenn der Kredit zurückgezahlt ist). Auf der anderen Seite des Flusses verdienen die Arbeiterinnen 1,60 Euro pro Tag, aber der Weg dorthin ist zu weit und zu beschwerlich, in der Nähe des Dorfes werden den Arbeitern nur 1,25 Euro gezahlt. Ihr Ehemann pflückt auch Blumen, weil er kränklich ist und keine härteren Arbeiten ausführen kann. 

Hier seht ihr wie die Jasmin-Felder in Indien aussehen:

Ihr älterer Sohn ist 19 und geht in eine Reismühle, wo er etwas mehr verdienen kann, um die Familie zu unterstützen. Ihre Inspiration für ihre 3 Kinder: „Ich wollte studieren, damit ich sie unterstütze.“ Sie ging leider nur bis zur 2. Schulstufe zur Schule, weil sie dann Geld verdienen musste, um die Familie durchzubringen.

Ihr Traum für ihre Tochter ist, dass sie gut lernt und einmal einen schönen Job bekommen kann. Ihr 2. Sohn ist 16 Jahre alt und pflückt auch Blumen. Ihre Tochter Anita besucht ADRAs mobile Schule und sie hofft, dass es ihr einmal besser gehen wird. 

Wir interviewen Anita. Sie mag Tamilisch (so wie hier der Deutschunterricht) und möchte einmal Ärztin werden, damit sie vielen Menschen dienen kann.

Aufgrund des großen Erfolges den dieses Projekt für viele Familien im Dorf gebracht hat, haben uns die Behörden gebeten noch mehr Kindern zu helfen, wieder die Schule zu besuchen. Mehr über unsere Weihnachtsaktion 1+1=2 und die mobile Schule im Bus und wie DU die wundervollen Kinder in diesem kleinen indischen Dorf unterstützen kannst erfährst Du hier.