Im März hatten wir Ihnen von den Batwa in Uganda berichtet. Und viele von Ihnen haben das Projekt großzügig unterstützt. Was hat sich seither getan?

Im Frühling 2018 hatte die Regierung frisch zugesagt, Land zur Ansiedelung von 80 Batwa-Familien zur Verfügung zu stellen. Dank der Spenden rund um den Benefizlauf in Graz im Mai 2018 und Geschenkkatalog  haben wir Mittel erhalten, um einigen Batwa-Familien auf diesem Land dann feste Häuser zu bauen. Die lokalen Mühlen der Behörden drehen nicht so schnell wie wir uns das wünschen, aber es geht vorwärts und das Team arbeitet daran, gemeinsam mit der Regierung die definitiven Landstücke für die Batwa zu sichern. Danach kann gebaut werden.Positiv ist das bessere Verständnis der Bevölkerung für die Not der landlosen Batwa. Schon 25 Batwa-Familien können sich heute Land zum Leben und für die Feldarbeit von ihren Nachbarn pachten.

Das Land für das geplante Batwa-Museum wurde im 4. Quartal 2018 hingegen bereits formell übergeben. Das Museum wird die wertvolle Kultur der Batwa dokumentieren und eine wichtige Grundlage sein, Menschen auf die Situation der Batwa aufmerksam zu machen und ihre Situation in der Gesellschaft zu verbessern.  Eine Gruppe Batwa wurde ausgewählt, die dabei betreut werden, ihre kulturellen Tänze, Geschichten und Bräuche im Museum der Öffentlichkeit nahzubringen. 

Alphabetisierungskurse wurden in 6 Dörfern durchgeführt, durch die Erwachsene Batwa Lesen und Schreiben lernen. Auch das Interesse an Bildung für die Kinder ist gestiegen. 75 Batwa-Kinder wurden in der Schule eingeschrieben und besuchen den Unterricht.

Ein Ernährungsfachmann untersuchte die Kinder von 90 Haushalten auf Mangelernährung. Um die Ernährung der Familien zu verbessern, wurden Landwirtschaftstrainings durchgeführt und die Familien erhielten Setzlinge und Saatgut für Spinat, Kohl, Bohnen, Rote Beete, Karotten, Passionsfrucht, Guave, Mais und Zwiebeln.  Die Familien aus 5 Siedlungen wurden für die Haltung von Schafen ausgebildet, bauen Unterstände und organisieren sich nun Land, wo sie die Schafe, die sie in Kürze erhalten sollen, zuverlässig ernähren können.