Wenn man die jungen Frauen aus Kanyemba zum ersten Mal trifft oder nur auf Fotos sieht, mag man sich kaum vorstellen, welche Schicksale sie geprägt haben, wie ihr täglicher Alltagskampf aussieht.

Rosy* lebt in Kanyemba – einer flachen, tiefliegenden Region im Norden Simbabwes, im Tal des Sambesi Flusses. Die Region wird im Sommer sehr heiß. Sie ist sehr dünn besiedelt mit verstreuten Hütten und kleinen Siedlungen aus Lehmhütten mit runden Strohdächern. Wer es sich leisten kann, hat Wände aus Ziegeln. Die Felder sind trocken, weil es lange nicht geregnet hat, so bauen all die, die in der Nähe eines Flusses wohnen, in der Nähe des Flussbetts Mais und Bohnen an, graben Löcher, damit die kleinen Pflänzchen näher ans Grundwasser kommen. Doch zwei Jahren Dürre und dann überschwemmungen haben alle auf eine harte Probe gestellt. Aber für Rosy war das nicht die einzige Herausforderung.

Rosy heiratete 2012, als sie gerade 19 Jahre alt war. Ihr Mann Taurai versorgte sie mit dem, was er auf dem kleinen Feld anbauen konnte. Sie lebten einfach, aber konnten überleben. 2013 wurden beide zum ersten Mal Eltern. Ein Jahr später kam ein Geschwisterkind dazu. Als dieses ein Jahr alt war, bemerkten sie, dass Taurai immer öfter krank wurde. Er musste ins Krankenhaus, wo die Ärzte Tuberkulose diagnostizieren und feststellten, dass Taurai HIV-positiv ist. Seine gesundheitliche Situation verschlechterte sich immer mehr, bis er 2016 starb. Zurück blieb Rosy mit zwei Kindern, 2 und 3 Jahre alt. Aber dem nicht genug … bei einem Test hatten sie festgestellt, dass auch sie selber und ihre beiden Kinder sich mit HIV infiziert hatten. Ohne ihren Mann, der ja der Versorger war und hart auf dem Feld gearbeitet hatte, wurde das Leben wirklich hart für Rosy.

Rosy und ihre zwei Kleinen Kinder litten unter Hunger, waren unterernährt. So wurden sie in ADRAs Hungerhilfsprojekt aufgenommen (das zum Teil auch aus Spenden aus Österreich finanziert wurde) und ihre Kinder wurden mit einer nahrreichen Mais-Soja-Mischung aufgepäppelt. An einem Tag ging Rosy zur Klinik um dort ihre Medikamente für die antiretrovirale (HIV) Therapie und die Zusatznahrung für ihre Kinder abzuholen. Dort traf sie das Team von ADRA Simbabwe und die erzählten ihr von den Projekten in ihrer Region. Rosy war begeistert und ließ sich sofort für den Kurs zur Erdnussbutterherstellung einschreiben. Sie hat eifrig an der Ausbildung teilgenommen und leitet heute eine Frauengruppe.

Sie haben eine Erdnussbuttermühle und Erdnüsse erhalten sowie einen ersten Schwung transparenter Plastikdosen zum Abfüllen der Erdnussbutter. Seither stellen sie Erdnussbutter und verkaufen diese in ihrem Dorf. Einen Teil essen sie auch selber als Familie. Dank Eurer Hilfe verbessert sich so ihre Ernährung und Rosy kann ein Einkommen für ihre kleine Familie verdienen.

(*Name wurde geändert)