Der Garten ist seit einem Jahr Suk Kala’s tägliches Arbeitsfeld. Liebevoll fährt sie mit der Hand durch die Blätter ihrer Tomatenpflanzen, pflückt drei tief rote Chili-Schoten ab, und zeigt uns besorgt, dass ihre Karfiolpflanzen nicht so wachsen wollen wie sie sollen. 

Das Leben in Jaspur, Rolpa, in den Hügeln Nepals, auf rund 1700 m Höhe, und als Dalit (Mitglied der niedrigsten Kaste) ist nicht einfach. Aber Suk Kala und ihr Mann haben ein bisschen Land. Lange hat das Wasser gefehlt und sie wusste nicht, wie man richtig Gemüse anpflanzt. Weil der nächste Marktplatz weit weg war, konnte sie eh nicht viel anbauen.Mit dem Klimawandel sind die Regenfälle unzuverlässig geworden. Hinzu kommen neue, unbekannte Pflanzenschädlinge in ihrem Garten.

Im letzten Jahr hat ADRA eine Wasserleitung zu ihrem Dorf gelegt – und Suk Kala hat ihr Schicksal in die Hände genommen. Durch Spenden bekam sie ein erstes Werkzeugset und Saatgut. Mit einem Kleinkredit hat sie dann in Sprinkler, Tröpfchenbewässerung und ein Foliendach für ihre Tomaten investiert.

Da ihr Dorf hoch in den Hügeln liegt, werden die Tomaten hier im kühleren Klima später reif als im Tiefland. Und so kann sie den höheren Preis der Nebensaison nutzen, wenn sie ihre Ernte verkauft.

Auch den Karfiol hat sie “gegen die Saison” angebaut – durch besondere Pflege soll er später reif werden als andere Sorten, aber sie hat das falsche Saatgut gekauft, und jetzt wächst er nicht richtig. Da braucht sie noch weiteres Training!

Im ersten Jahr hat sie 450 Euro mit dem Verkauf von Gemüse verdient, heuer hofft sie auf 2.270 Euro. Sie ist so erfolgreich, dass ihr Mann, der als Maurer arbeitet, überlegt, ob er sich ihr beim Gemüseanbau anschließt.

Stolz zeigt sie uns ihr Haus, das oberhalb des Gartens steht. Seit einigen Wochen hat es ein Wellblechdach – ein großer Fortschritt zum Grasdach, das in der Regenzeit immer undicht war. Sie strahlt und motiviert die anderen Frauen in ihrem Dorf, im größeren Stil Gemüse anzubauen. Gemeinsam haben sie neben dem Haus ihrer Nachbarin ein Gemüse-Sammelzentrum eingerichtet, von dem Händler aus der nächsten Stadt ihr Gemüse abkaufen.

Wenn Sie jetzt im Frühling ihren Garten oder ihre Balkonkästen anpflanzen: Werden Sie doch Pate! Mit 20 Euro schenken Sie einer Frau in Nepal ein Paket Saatgut und Setzlinge für den Start eines Gemüsegartens!

 Spende mit Verwendungszweck: Saatgut-Paket