Uganda Mt Mohabura

Obwohl die Straße längst nicht mehr sichtbar ist, steuert unser Fahrer das Auto den Hang des Vulkans Muhabura hinauf. Schließlich müssen wir uns aber doch geschlagen geben, wir parken unser Auto und bewältigen den Rest des Weges zu Fuß, bis wir die ersten  Hütten der Rukeeri Batwa erreichen.

ADRA Uganda Batwa Rukeeri

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Als wir dort ankommen, dauert es nicht lange bis wir von einigen Rukeeri und einer großen Traube Kindern umgeben sind – ein großer Empfang.

Sie erzählen mir wie glücklich sie über das Saatgut der irischen Kartoffeln sind. Auf dem spröden Hang des Vulkans haben die Rukeeri kleine Gärten angelegt in denen sie jetzt ihr eigenes Essen anpflanzen.

ADRA Uganda Batwa Garden Rukeeri

Die ehemaligen Jäger und Sammler sind jetzt Farmer und wenden ihr neues Wissen begeistert an um ihr eigenes Essen anzubauen. Vor allem unsere Ziegen seien ein Segen erzählen uns die Frauen, denn sie machen den Boden für ihre Gärten erst fruchtbar.

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Auch in dieser Siedlung frage ich nach der größten Veränderung seit wir mit unserem Projekt gestartet haben. Die Menschen machen große Fortschritte, statt Dokumente mit ihrem Fingerabdruck zu unterzeichnen, können sie nun ihre Namen schreiben. Neu erlangte Selbstwertschätzung macht sich unter den Rukeeri breit, sie sind stolz auf ihre neuen Fähigkeiten.

ADRA Uganda men in Rukeeri

Der Anführer der Gemeinde erzählt mir, dass er es endlich geschafft habe mit dem Hausbau zu beginnen. “Ich trinke nicht mehr.” Und auch viele andere junger Männer bitten mich um Arbeit, die sie vom Alkohol und anderen schlechten Angewohnheiten wegbringen soll.

Auf dem Weg zum Auto ruft mir eine Frau nach: “Bitte nehmt uns den Projektleiter nicht weg!”

Es sind Aussagen, wie diese, die mich erkennen lassen, wie sehr unsere Arbeit von den Menschen geschätzt wird.