„Ich hatte Angst um die Gesundheit meines neugeborenen Babies. Vom Qualm unseres traditionellen Kochfeuers hatten meine Schwiegermutter und fast alle Familienmitglieder Husten und andere Atemwegserkrankungen. Auch wenn es nur während dem Kochen gequalmt hat, der Ruß und all die Partikel haben einfach in jedem Winkel des Hauses gehangen.“ To Thi Hau ist junge Mutter eines 17 Monate alten kleinen Mädchens.

Wie viele andere Familien in ihrem Dorf Ban Rung im Norden Vietnams, hat auch Hau’s Familie auf einem traditionellen offenen Feuer im Haus gekocht. Als wir sie besucht haben, erinnerte uns der dicke Ruß an den Deckenbalken an das, was sie jeden Tag beim Kochen inhalierte.

„Seit wir den Biogasofen haben, ist das Atmen so viel einfacher während wir kochen. Es gibt keinen schädlichen Qualm, den ich inhalieren muss, und genauso geht es meiner kleinen Tochter, die ja immer auf meinen Rücken gebunden bei mir ist. Ich hoffe, dass die Krankheit meiner Schwiegermutter bald besser wird und ich bin froh, dass ich mir nicht mehr ständig Sorgen um mein Baby machen muss,“ teilt Hau glücklich mit uns.

Dies ist nicht der einzige positive Effekt, den Hau und ihre Familie dank des Biogas-Systems nun erleben. Sie sagt: „Der neue gasbetriebene Ofen hilft, dass wir schneller kochen können und wir sparen viel Zeit, die wir früher pro Tag gebraucht haben, um Feuerholz zu sammeln. So habe ich jetzt mehr Zeit, um mich um mein Baby zu kümmern.“

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Bevor sie die Biogasanlage und den dazugehörigen Kocher bekommen haben, brauchte Hau’s Haushalt 40-50 kg Feuerholz pro Tag! Sie waren den halben Tag beschäftigt, um dieses Holz zu sammeln und nach Hause zu schleppen. Frau Hau zeigt uns den kleinen Stall, in dem sie ihre Tiere hält. Der Mist der Tiere geht in den Biogas-Fermenter, wo dann das Gas zum Kochen entsteht.