Am 20. Februar 2021 ist der von der UN ins Leben gerufene „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“. An diesem Tag soll der Notwendigkeit der Förderung von sozialer Gerechtigkeit gedacht werden. Dies umfasst Initiativen zur Überwindung von Armut, Ausgrenzung, Gleichstellung der Geschlechter, Arbeitslosigkeit und Menschenrechte.

In diesem Jahr steht der Welttag der sozialen Gerechtigkeit ganz im Zeichen der Covid-19 Pandemie. Die Coronavirus-Krise hat Menschen, die in Armut leben, weitaus schwerer getroffen als die Reichen. Die Krise hat die bestehenden Ungleichheiten in Bezug auf Wohlstand, Geschlecht und Rasse weiter verstärkt, was zu einer weiteren Verschärfung von Armut und Ungerechtigkeit führt. 

Während viele der reichsten Einzelpersonen und Unternehmen immer reicher werden, werden Hunderte Millionen Menschen in die Armut gedrängt. Das Coronavirus hat weltweit fast zwei Millionen Menschen das Leben gekostet. Die tiefe Kluft zwischen Arm und Reich hat erheblich zugenommen. 

Die Coronavirus-Krise hat eine Welt erfasst, die bereits äußerst ungleich war

Eine Welt, in der seit 40 Jahren die reichsten 1% mehr als das Doppelte des Einkommens der unteren Hälfte der Weltbevölkerung verdient haben. Eine Welt, in der fast die Hälfte der Menschheit gezwungen war, mit weniger als 5,50 USD pro Tag auszukommen.

Schätzungen zufolge könnte die Gesamtzahl der in Armut lebenden Menschen im Jahr 2020 um 200 bis 500 Millionen gestiegen sein.

Wir vergessen die Ärmsten nicht

Frauen und marginalisierte ethnische Gruppen tragen die Hauptlast der Covid-19-Krise. Da die meisten von ihnen von einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung und sozialem Schutz ausgeschlossen sind und in der Regel informelle und prekäre Arbeit verrichten, werden sie eher in die Armut gedrängt, hungern häufiger, erkranken häufiger an dem Virus und sterben häufiger daran.

Bis jetzt wurden in zehn Ländern 75% aller Covid-19 Impfungen durchgeführt. Zeitgleich aber haben 130 Länder noch nicht einmal eine einzige Dosis erhalten.

Die Vereinten Nationen schätzten, dass die Zahl der Menschen, die unter Hunger leiden, aufgrund der Pandemie bis Ende 2020 auf 270 Millionen angestiegen ist, was einem Anstieg von 82% gegenüber 2019 entspricht. Dies würde bedeuten, dass aufgrund der Krise täglich zwischen 6.000 und 12.000 Menschen an Hunger sterben.

Eine Umkehr zu mehr Gerechtigkeit ist möglich

Die folgenden 5 Herausforderungen müssen bewältigt werden, um eine bessere Zukunft zu ermöglichen:

1. Verringerung der Ungleichheit 

2. Kostenloser Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung für alle Menschen

3. Gewährleistung fairer Arbeitsbedingungen und Löhne für alle

4. Angemessene Besteuerung von Reichen und internationalen Konzernen

5. Bekämpfung des Klimawandels.

ADRA setzt sich gemeinsam mit Dir für mehr soziale Gerechtigkeit in der Welt ein

Die drei Grundwerte von ADRA sind GerechtigkeitMitgefühl und Liebe. ADRA existiert, um Menschen zu ermöglichen, das Leben in Fülle zu leben – physisch, sozial und spirituell. Wir verbinden diese Fülle mit dem Konzept des Wohlergehens, das im Zentrum von ADRAs Arbeit steht. Wohlergehen ergibt sich, wenn Menschen Zugang zu drei Schlüsselbereichen haben: Bildung, Gesundheit und eine nachhaltige Lebensgrundlage. ADRA zielt darauf ab, eine gerechte Entwicklung für Frauen, Mädchen und Minderheiten zu erreichen und gleichzeitig den Schutz der am stärksten gefährdeten Personen zu gewährleisten. Nachhaltige Lebensgrundlagen verbinden auch das soziale Wohlergehen mit der Umwelt, ein wichtiger Bestandteil der ADRA-Programmplanung.

Du kannst einen Unterschied machen

Gemeinsam mit Dir sind wir unermüdlich im Einsatz, um die dringend benötigte Hilfe zur Eindämmung der Verbreitung des Virus zu leisten, Hunger zu bekämpfen, durch Bildung soziale Ungleichheiten zu reduzieren und Einkommensmöglichkeiten für Kleinbauern und sozial ausgegrenzte Familien zu schaffen. 

Mit Deiner Unterstützung kannst Du heute ein Zeichen für mehr soziale Gerechtigkeit setzen und die Arbeit von ADRA unterstützen: https://www.adra.at/spenden/