Neu-Delhi, 27. April 2020: Indien kämpft mit einem noch nie dagewesenen tödlichen zweiten Ausbruch von COVID-19. Mit mehr als 350.000 neuen Fällen pro Tag und einer Gesamtzahl von über 200.000 Todesopfern ist dies einer der schlimmsten Ausbrüche, die die Welt je gesehen hat, seit sich das Coronavirus zum ersten Mal über den gesamten Globus ausbreitete.  Die neue Variante des Virus, ist möglicherweise eine gefährlichere Variante als die vorherige und greift die jüngere Bevölkerung an. ADRA plant, eine Anlage zur Sauerstofferzeugung einzurichten und Gesundheitszentren mit Schutzausrüstung zu versorgen.

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Die Krankenhäuser haben mit einem Mangel an Betten, Sauerstoffflaschen und Medikamenten zu kämpfen. Das Gesundheitspersonal ist überlastet und überwältigt. Soziale Medien und Messaging-Apps sind gefüllt mit Anfragen nach Hinweisen auf Krankenwagen, Krankenhäuser, Medikamente und Plasmaspender. 

In seiner Ansprache an die Nation am 25. April äußerte sich Premierminister Shri Narendra Modi besorgt über den Sturm von Infektionen und sagte, die Situation habe Indien „erschüttert“. Er forderte alle Bürger auf, sich impfen zu lassen und die Sicherheitsprotokolle zu befolgen.

ADRA - Krankenschwester beim Impfen

Die Bilder sind erschütternd. Private Fahrzeuge werden in behelfsmäßige Krankenwagen für Patienten verwandelt, die in Krankenhäuser transportiert werden.  Einige Patienten sterben in den Krankenwagen und private Fahrzeuge sind vor den Krankenhäusern aufgereiht und warten darauf, dass sie an die Reihe kommen. In vielen Fällen flehen Angehörige die Behörden an, ihre kritisch kranken Verwandten aufzunehmen, aber ohne Erfolg. Die Krematorien stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen und viel zu viele Menschen sterben. Das Chaos, der Zeitplan und die begrenzten Räumlichkeiten haben verhindert, dass Angehörige ihre letzte Ehre erweisen konnten. 

Maharashtra, Kerala, Karnataka, Uttar Pradesh und die nationale Hauptstadt Delhi gehören zu den am schlimmsten betroffenen Bundesstaaten, sowohl was die Anzahl der Fälle als auch die Knappheit der benötigten Gesundheitsdienste betrifft. Mehrere Bundesstaaten haben neue Abriegelungsmaßnahmen ergriffen. Neue Krankenhauseinrichtungen werden eingerichtet, aber die Situation ist immer noch nicht unter Kontrolle. 

„Hier in Indien ist die COVID-Situation sehr ernst und es gibt kaum Anzeichen dafür, dass sie sich bald entspannt.  In vielen Teilen Indiens und insbesondere in der 20-Millionen-Stadt Neu-Delhi ist das Gesundheitssystem über seine Grenzen hinaus belastet. Traurigerweise kommt es zu vermeidbaren Todesfällen, weil es an Krankenhausbetten und vor allem an medizinischem Sauerstoff mangelt.  Das Land braucht sofortige Hilfe auf vielen Ebenen.  Es ist wahrscheinlich, dass die Situation in den ländlichen Gemeinden und Dörfern ebenso düster ist, aber die Statistiken sind nicht ohne weiteres verfügbar. Es ist unsere Pflicht und Leidenschaft, dabei zu helfen, den Schmerz und das Leid zu lindern, wo immer wir gebraucht werden. Dringende Maßnahmen sind notwendig und wir sind bereit, darauf zu reagieren“, sagte Weston Davis, Landesdirektor von ADRA Indien.

ADRA India Food Distribution
ADRA Nahrungsmittelverteilung in Indien.

Als humanitäre Organisation ist ADRA eine von vielen Organisationen, die sich dem Kampf gegen COVID-19 in Indien anschließen. ADRA Indien engagiert sich seit März 2020 für die am stärksten ausgegrenzten und gefährdeten Menschen mit dringendem Bedarf an Nahrungsmitteln, Lebensunterhalt und medizinischer Hilfe bis hin zur Unterstützung bei COVID-19-Impfungen. Angesichts der aktuellen Situation ist es für die Organisation von zentraler Bedeutung, den neuen Bedürfnissen gerecht zu werden und die Regierung dabei zu unterstützen, die Situation unter Kontrolle zu bringen. 

Aus diesem Grund baut ADRA seine Hilfe aus, um die Menschen auf die geeignetste Weise zu erreichen. ADRA möchte ein Krankenhaus in Surat, Gujarat mit einer Sauerstoffproduktionsanlage ausstatten, wenn möglich dies auf weitere Krankenhäuser erweitern.

Während dieser Zeit sind Arbeiter an vorderster Front weiterhin am stärksten von der Infektion bedroht. ADRA wird außerdem Kits mit persönlicher Schutzausrüstung für Arbeiter in Delhi und für das adventistische Krankenhausnetzwerk in ganz Indien bereitstellen. 

„ADRA Indien koordiniert sich mit der Landesregierung und dem Netzwerk von Organisationen der Zivilgesellschaft, um auf diese Pandemie zu reagieren, indem wir lebensrettende Ausrüstung wie Sauerstofferzeugungsanlagen und Sets mit Schutzausrüstung für Gesundheitseinrichtungen und Arbeiter an vorderster Front bereitstellen, die unermüdlich im Einsatz sind“, sagte Rajan J Pydimalla, Programmdirektor von ADRA Indien, über die geplante Intervention.

Gemeinsame Anstrengungen zur Bekämpfung des Virus sind das Gebot der Stunde und Indien braucht die Unterstützung der Welt, um aus dieser katastrophalen Situation herauszukommen. 

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